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Montag, 22. Juli 2019
QS-Verfahren Geburtshilfe (16/1): Hinweis zum Ausfüllen des Feldes „Tod des lebendgeborenen Kindes innerhalb der ersten 7 Tage“

Aus gegebenem Anlass möchte die Geschäftsstelle darauf hinweisen, dass das Feld „Tod des lebendgeborenen Kindes innerhalb der ersten 7 Tage“ (Dokumentationsbogen 2019: Feld 109) nur auszufüllen ist, wenn der Status des Neugeborenen am 7. Tag bekannt ist. Wenn das Neugeborene vor dem 7. Tag lebend entlassen wird und der Status des Kindes am 7. Tag nicht bekannt ist, so sollte das Feld leergelassen werden. Nur wenn mit Sicherheit bekannt ist, dass das Neugeborene am 7. Tag noch gelebt hat und dies auch in der Akte dokumentiert ist, darf „0=nein“ verschlüsselt werden. Wenn das Neugeborene innerhalb der ersten 7 Tage verstirbt, so ist „1=ja“ anzugeben.

Im Rahmen der Datenvalidierung im plan. QI-Verfahren ist der Geschäftsstelle aufgefallen, dass in vielen Krankenhäusern dieses Feld von der Software mit „0=nein“ vorbelegt ist und in einigen Kliniken keine Möglichkeit besteht, das Feld leer zu lassen. Aus diesem Grund hat die Geschäftsstelle alle Software-Hersteller informiert und gebeten sicherzustellen, dass das Feld „Tod des lebendgeborenen Kindes innerhalb der ersten 7 Tage“ nicht vorbelegt ist und für die Krankenhäuser die Möglichkeit besteht, das Feld mit „ja“ oder „nein“ zu beantworten oder leer zu lassen. Des Weiteren wurde das IQTIG gebeten, die Spezifikation anzupassen.

Auf Seite 49 Ihrer Jahresauswertung 2018 für das QS-Verfahren 16/1 zeigt eine Tabelle, wie in Ihrer Klinik das Feld „Tod des lebendgeborenen Kindes innerhalb der ersten 7 Tage“ ausgefüllt wurde. Zu erwarten wäre, dass in der Mehrheit der Fälle die Information nicht vorliegt. Folgende Grafik zeigt das Beispiel eines Krankenhauses (graue Spalte links), das wahrscheinlich korrekt dokumentiert. Ganz rechts sind die baden-württembergischen Zahlen dargestellt. In 76,4% der Fälle wurde „nein“ angegeben. Dies ist nicht plausibel, da die große Mehrheit der Neugeborenen vor dem 7. Tag entlassen wird.

Bitte überprüfen Sie, ob in Ihrem Krankenhaus wie im oben gezeigten Beispiel in der Mehrheit der Fälle die Information nicht vorliegt (Seite 49 der Jahresauswertung). Falls dies nicht der Fall sein sollte, d.h., falls in der Mehrheit der Fälle „nein“ (oder „ja“) angegeben wurde, so prüfen Sie bitte (ggf. zusammen mit dem Hersteller Ihrer Geburtshilfe-QS-Software), wo die Ursache liegt und ob diese behoben werden kann.

 

Abschließend möchte die Geschäftsstelle auf die Ausfüllhinweise des IQTIG hinweisen:

„Bitte stellen Sie sicher, dass bei allen in den ersten 7 Lebenstagen verstorbenen Kindern in diesem Datenfeld "ja" angegeben wird. Insbesondere ist diese Angabe auch für in die Kinderklinik verlegte Kinder erforderlich. Bitte prüfen Sie bei Angabe „interne Verlegung“ vor Abschluss des Bogens, ob das intern verlegte Kind in ihrem Krankenhaus innerhalb von 7 Tagen verstorben ist. Die Zeitspanne der ersten 7 Lebenstage ist hierbei definiert als Zeitraum von 7 Kalendertagen, unabhängig von der Uhrzeit der Geburt. Dabei wird eine Unschärfe von bis zu unter 24 Stunden in Kauf genommen. Ist das Kind in dieser Zeitspanne nicht verstorben, so kreuzen Sie "nein" an.“

 

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