Qualitaetssicherung im Krankenhaus
 
News
 
 
 
 
QS-Verfahren
 
 
 
 
 
.
 
Service
 
 
 
 
 
 
 
Geschäftsstelle
 
 

Startseite > News > 

Drucken     kontakt
 
 
 
Mittwoch, 10. Juli 2019
QS-Verfahren Geburtshilfe (16/1): Empfehlung der QiG BW zur Änderung des Personenstandsgesetzes

Mit News vom 13. Februar 2019 („QS-Verfahren Geburtshilfe (16/1): Änderung Personenstandsgesetz“) hatte die Geschäftsstelle auf eine Änderung des Personenstandsgesetzes aufmerksam gemacht. Aufgrund von zahlreichen Nachfragen möchte die Geschäftsstelle informieren, dass die Änderung des Personenstandsgesetzes folgendermaßen interpretiert wird: Ab einer Tragzeit von 23+0 SSW gilt ein totgeborener Einling unabhängig vom Gewicht als Totgeburt. Bisher galten ohne Lebenszeichen geborene Kinder, deren Geburtsgewicht unter 500 g liegt, unabhängig von der Tragzeit als Fehlgeburten.

Zu Erinnerung folgt der ursprüngliche Text der News vom 13. Februar 2019.

Das Personenstandsgesetz wurde mit Wirkung zum 01.11.2018 dahingehend geändert, dass auch ohne Lebenszeichen geborene Kinder, deren Geburtsgewicht unter 500 g liegt, die aber die 24. Schwangerschaftswoche erreicht haben, als Totgeburten (§ 31 Abs. 2 Nr. 2) gelten (Erste Verordnung zur Änderung der Personenstandsverordnung vom 24.10.2018; BGBl. I S. 1768). Bisher galten ohne Lebenszeichen geborene Kinder, deren Geburtsgewicht unter 500 g liegt, unabhängig von der Tragzeit als Fehlgeburten.

Laut IQTIG kann frühestens ab 2021 die Spezifikation der Änderung des Personenstandsgesetzes angepasst werden. Bis zu einer möglichen Anpassung der Spezifikation 2021 sind Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 500 Gramm (unabhängig vom Schwangerschaftsalter) im QS-Verfahren Geburtshilfe bei Einlingsgeburten wie bisher über einen Minimaldatensatz zu dokumentieren.

Bei Mehrlingsgeburten gilt weiterhin: Eine Fehlgeburt ist als ein tot geborenes Kind zu beurkunden, wenn sie Teil einer Mehrlingsgeburt ist, bei der mindestens ein Kind nach Absatz 1 oder 2 (PStV) zu beurkunden ist. Das bedeutet, dass eine Totgeburt <500g, wenn sie Teil einer Mehrlingsschwangerschaft ist, z. B. bei einer Zwillingsschwangerschaft mit intrauterinem Fruchttod eines Zwillings mit einem Gewicht unter 500g,  im Datenfeld "Anzahl Mehrlinge" als Totgeburt zu dokumentieren ist, d.h. in diesem Beispiel: Anzahl Mehrlinge "2" (siehe Ausfüllhinweis zur „Anzahl Mehrlinge“ und „Totgeburt“).

Somit gelten seit dem 01.11.2018 folgende Vorgaben:

Totgeborener Einling

<500g

< 24. SSW

<500g

ab 24. SSW

>500g

Personenstandsgesetz

Fehlgeburt

Totgeburt

Totgeburt

QS-Verfahren 16/1

MDS

MDS

QS-Bogen 16/1

 

Bei Rückfragen steht Ihnen Frau Beckert (beckert@qigbw.de oder 0711-25777-62) zur Verfügung.

<- zurück zur News-Übersicht



 
 
Impressum | Datenschutz | Haftungsausschluss | Newsletter | Intern