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Donnerstag, 13. Dezember 2018
Neues QS-Verfahren Cholezystektomie (CHE) nach der neuen Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL)

Der G-BA hat am 19. Juli 2018 die Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL) beschlossen. Die Erstfassung finden Sie unter https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3419/. Nach erfolgter Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) im November 2018 wird die Richtlinie mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft treten.

Als erstes in der DeQS-RL geregeltes Verfahren hat der G-BA die Qualitätssicherung der Gallenblasenentfernung (Cholezystektomie) beschlossen: https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3420/. Das QS-Verfahren Cholezystektomie (CHE) soll nach Prüfung durch das BMG und Veröffentlichung im Bundesanzeiger bereits zum 01.01.2019 im Echtbetrieb starten. Im Rahmen des Verfahrens sollen qualitätsrelevante Aspekte stationär erbrachter Cholezystektomien unter Einbeziehung von Sozialdaten gemessen, vergleichend dargestellt und bewertet werden. Das Verfahren soll dabei unterstützen, die Durchführung von Cholezystektomien zu verbessern, die Patientensicherheit damit zu erhöhen sowie Komplikationsraten und Folgeerkrankungen zu verringern.

Die Datenannahme wird bei der GeQiK erfolgen.

Indexeingriffe für das länderbezogen durchgeführte Verfahren QS CHE sind Cholezystektomien bei gesetzlich krankenversicherten Patienten. Das Verfahren wird auf ein Erfassungsjahr bezogen (maßgeblich ist das Entlassdatum!) durchgeführt werden. Belegärztlich erbrachte Leistungen werden zum vertragsärztlichen Bereich gezählt; die QS-Erfassung von belegärztlich durchgeführten Cholezystektomien wird jedoch erst ab 2020 erfolgen (siehe Änderungsbeschluss des G-BA: https://www.g-ba.de/downloads/39-261-3527/2018-10-18_DeQS-RL_Aenderungsbeschluss_Verfahren_Cholezystektomie-Juli-2018.pdf.)

Die Spezifikationen (Dokumentationsbogen, Ausfüllhinweise und Anwenderinformationen) zum Verfahren QS CHE finden Sie auf der Homepage des IQTIG: https://iqtig.org/qs-verfahren/che/.

Im Verfahren „QS CHE“ ist vorgesehen, dass sowohl jährliche Rückmeldeberichte als auch vierteljährliche Zwischenberichte an die Leistungserbringer übermittelt werden. Es ist zu beachten, dass diese Zwischen- und Rückmeldeberichte von der Bundesauswertestelle mit dem Feedbackkey (Passwort) verschlüsselt werden, den das Krankenhaus zuvor frei gewählt und in seiner QS-Software eingestellt hat. Dieser Feedbackkey ist der GeQiK nicht bekannt. Es ist daher wichtig, dass das Krankenhaus Regelungen trifft, diesen Feedbackkey gut auffindbar zu hinterlegen, da sonst die Zwischen- und Rückmeldeberichte vom Krankenhaus nicht entschlüsselt und somit nicht eingesehen werden können. Dieses gilt auch für die aktuellen Verfahren gemäß Qesü-RL (QS WI und PCI), die mit dem Erfassungsjahr 2019 in die DeQS-RL überführt werden sollen (s. unten).

Die den Rückmeldeberichten zu Grunde liegenden Rechenregeln und Referenzbereiche im Verfahren QS CHE werden gemäß den Bestimmungen zum Verfahren „QS CHE“ in der DeQS-RL bis zum 31. Dezember für das folgende Erfassungsjahr vom G-BA prospektiv beschlossen und veröffentlicht. Die endgültigen Rechenregeln und Referenzbereiche veröffentlicht das IQTIG bis zum 15. Juni des Auswertungsjahres. Für die Berechnung werden Sozialdaten und Daten der QS-Dokumentation verwendet.

Datenabgabefristen im Verfahren „QS CHE“ sind der 15. Mai, 15. August, 15. November und 28. Februar für die Daten des jeweils vorangegangenen Quartals. Darüber hinaus besteht eine Korrekturfrist für die Daten des gesamten Erfassungsjahres bis zum  15. März des auf das Erfassungsjahr folgenden Jahres. Die Konformitätserklärung und die Übermittlung der Sollstatistik müssen bis zum Ende der Korrekturfrist (15. März) an die jeweilige Datenannahmestelle übermittelt werden.

Grundsätzlich sind auch im Verfahren „QS CHE“ bei Unterdokumentation Sanktionen im Rahmen der Richtlinie vorgesehen. Im Jahr der Ersterfassung werden laut den themenspezifischen Bestimmungen der DeQS-RL keine Vergütungsabschläge erhoben. Der G-BA wird bis spätestens zum 31. Dezember 2019 Regelungen zur Unterdokumentation festlegen.

Die beiden Verfahren „QS PCI“ und „QS WI“, die bisher in der Qesü-RL geregelt werden, sollen zum 01. Januar 2019 in die neue DeQS-RL überführt werden: https://www.g-ba.de/downloads/39-261-3577/2018-11-22_DeQS-RL_Ueberfuehrung-PCI-WI.pdf . Zeitgleich soll zum 01. Januar 2019 die Qesü-RL außer Kraft gesetzt werden: https://www.g-ba.de/downloads/39-261-3578/2018-11-22_Qesue-RL_Aufhebung.pdf. Die entsprechenden Beschlüsse hat der G-BA am 22. November 2018 gefasst (noch vorbehaltlich der Prüfung durch das BMG und Veröffentlichung im Bundesanzeiger). Änderungen im Ablauf der Verfahren ergeben sich für die Leistungserbringer dadurch nicht.

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